Fühlt sich dein Alltag an, als ob du wie beim Jonglieren unaufhörlich eine Vielzahl von Bällen in der Luft fangen und wieder hochwerfen musst? Berufliche Verpflichtungen, die Sorge um die Kinder, Schule, Haushaltsmanagement – all das erfordert ein ständiges Jonglieren der Kräfte und der Zeit. Und dann wären da noch eigene Bedürfnisse und vielleicht eine Partnerschaft…
Fehlt dir daher manchmal die innere Ruhe? Fühlt sich der Alltag eng oder schwer an? Vielleicht sieht dein Alltag dunkel und grau aus, oder die Hektik und Belastung brüllt dich schrill und laut an? Und werden dann vielleicht auch noch die inneren Stimmen laut, die dir Vorwürfe machen und ein Gefühl der Scham “es nicht zu schaffen” macht sich breit.
Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass der elterliche Alltag zu Überlastung, Erschöpfung und Selbstvorwürfen führt. Doch es gibt einen Lichtblick und dieser Prozess beginnt mit der Fokussierung auf hilfreiche Ressourcen, weg von den Problemen, hin zu den Lösungen:
Wir brauchen Ferien!
Pausen!
Auszeiten!
Rückzugsmöglichkeiten!
Emotionale Tankstellen!
“Haha, welch ein Hohn!”, hör ich deinen inneren Dialog aufbrausen… und verstehe dich. Woher sollen diese Ruhe- und Energiequellen nun plötzlich auftauchen?
Lies weiter… In dieser ersten Ausgabe des Drachenflüsterei-Newsletters entdeckst du, wie einfach es sein kann, im Alltag auf solche regenerierenden Rettungsinseln zu gelangen.
Wir können die Welt um uns herum nur beschränkt beeinflussen. Wir haben jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung, welchen die Welt auf uns hat. Wenn wir die Herausforderungen des Alltages aus einem kraftvollen, zuversichtlichen und entspannten Zustand heraus angehen, erscheinen sie weniger dramatisch, bedrohlich und überfordernd (*).
Dann erkennen wir Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze, die uns in einem gestressten, selbstkritischen Zustand nicht zugänglich sind.
Wir wollen uns also Inseln schaffen, auf denen wir (zumindest fast…) jederzeit und überall eine regenerierende, aufbauende Pause, einen erfrischenden Rückzug, eine Auszeit schaffen und emotional auftanken können.
Hast du bereits bemerkt, wie du dich in deinem Innersten bereits auf diese Pausen freust? Schön! Komm mit mir auf die Reise…
1. Schritt: Wohltuende Destinationen finden
Fühle nach… welche Empfindung würdest du dir im Moment gerade am meisten Wünschen? Mehr Leichtigkeit? Weite? Wärme? Helligkeit? Stille? Fein duftende Welt? Süsse im Mund? Sei neugierig und entdecke welches Gefühl dir im Moment wirklich gut tun würde.
Und dann lasse deine Aufmerksamkeit ausschweifen: wo hast du dieses Gefühl schon einmal erlebt? An welchem Ort, in welcher Situation, Begegnung?
Die Weite auf dem Berggipfel… die Stille am Seeufer… die Wärme im Lieblingsliegestuhl auf dem Balkon, das lebendige Knistern am Kamin… der Duft beim Backen des Brotes… das befreiende Lachen mit der besten Freundin… das sanfte Kraulen im Katzenfell…
Jeder Ort, jeder Moment der sich so anbietet, ist wunderbar richtig. Wenn du dich daran erinnerst und es fühlt sich gut an, dann hast du bereits eine der rettenden Inseln entdeckt! Wähle ganz einfach nach dem Bauchgefühl einen solche Ort, eine solche Situation aus.
2. Schritt: Lasse die Insel wirken
Mit der von dir für heute ausgewählten Destination begeben wir uns auf eine innere Reise. Da wir uns im Moment gerade nur per Schrift begegnen, habe ich dir eine Ton-Spur zur Verfügung gestellt.
Mit der ausgewählten Reisedestination im Kopf, hörst du dir bitte die folgende “Reiseleitung” an:
https://www.praxispunctum.ch/newsletter/mailings/001/nl_001_ressourcen1.mp3
Hast du bemerkt, welche Veränderungen dieser Kurzbesuch auf deiner “Insel” bewirkt hat? Fühlst du vielleicht gerade jetzt, wie sehr innere Bilder deine körperliche, emotionale und psychische Welt verändern können? Geniesse einen Moment diesen Zustand und freue dich darüber zu wissen, dass du diese Zustandsänderung ganz mühelos erreicht hast.
Aus diesem Zustand heraus wird es dir viel besser gelingen, die aktuelle Herausforderung ruhig und mit konstruktiven Ideen anzugehen.
3. Schritt: Besuche die Inseln in ruhigen Momenten
Sammle weitere solche Momente. Vertiefe die Erinnerungen und die inneren Bilder durch diese Übung und tue das erstmal in ruhigen Momenten. Schon nach wenigen Repetitionen fühlt sich der Prozess einfach an und es dauert immer weniger lang, diese Zustände in dir aktivieren zu können.
Es lohnt sich eine Art “Hausapotheke der guten Zustände” zu erstellen. Ein Büchlein, ein Zettel am Kühlschrank oder eine Datei auf dem Handy - hier ein Beispiel:
| Gefühl | »»» | Feriendestination |
| Enge auf der Brust | »»» | Weite : Provence, Fahrradtripp ’95 |
| Überlastung | »»» | Leichtigkeit : Lachanfall im Tram mit Peter |
| Dunkle Gedanken | »»» | Helligkeit : Liegestuhl Ferienhaus |
| Übler Geschmack | »»» | Erster Mandarinenschnitz im Winter |
Dann nutze die Übung aus Schritt 2 mit den Feriendestinationen. Einfach so, ganz nach Lust und Laune - in guten Momenten.
Je öfter du die Destinationen besuchen und damit den Prozess einübst, umso einfacher und wirkungsvoller werden dir die Inseln später zur Verfügung stehen.
Und wenn dann dieser schrille Moment der Belastung kommt, das Gewicht auf den Schultern zunimmt, die Enge dich bedroht oder das Feuer des Ärgers dich zu verbrennen droht… dann stehen dir diese “kleinen Fluchten” zur Seite.
Nimmt der Stress zu, trete aus, entferne dich für 5 Minuten. Gehe in ein ruhiges Zimmer, auf die Terrasse, Toilette oder was auch immer dir für ein paar Minuten ein Refugium bietet. Fühle nach: was ist der negative Zustand? Wähle deine passende Reisedestination und besuche die Erinnerung in allen Sinneskanälen. Du wirst bemerken, wie schnell und wirksam diese inneren Reisen sind, wie sehr sie deine Biochemie und damit auch die Emotionen und Gedanken beeinflussen.
Hast du bemerkt, dass diese Technik dir gut tut, doch haben sich Fragen ergeben oder du wünschst dir mehr Anleitung und Unterstützung beim Üben?
Du hast zwei tolle Möglichkeiten, diese Technik optimal zu erlernen, zu üben und zu vertiefen. Bei jedem Impulsabend in Bern, aktivieren wir am Ende des Themenblocks gemeinsam auch eine solche Ressource.
Und damit die Anfahrtszeit nach Bern keine Hürde darstellt, biete ich periodisch Impulsabende auch Online an (per Zoom).
So kann ich deine individuellen Fragen beantworten und dir ganz persönliche Unterstützung bieten, damit diese Inseln dir im Alltag zauberhafte Ressourcen der Ruhe, Leichtigkeit, Zuversicht und vielem mehr sein können.
Besuche die Informationen zu den Impulsabenden: https://www.praxispunctum.ch/kurse/drachenfluesterei/
Gerne nehme ich dein Feedback zum Newsletter entgegen und stehe dir für Fragen zur Verfügung.
Mail: info@praxispunctum.ch
Tel: 031 536 16 49
Mit flügelstarken Grüßen, dein Drachenflüsterer.
Roland Vögtli
Mentale Kurzpausen, in denen innere Ressourcen aktiviert werden, sind aus mehreren Gründen effektiv bei der Stressreduktion:
Unterbrechung des Stresszyklus: Stress ist oft das Ergebnis eines kontinuierlichen mentalen und emotionalen Zyklus, der durch Sorgen, Ängste und überfordernde Gedanken genährt wird. Mentale Kurzpausen bieten eine Gelegenheit, diesen Zyklus zu durchbrechen. Indem man sich bewusst eine Auszeit nimmt, kann man die fortwährende Kette stressverstärkender Gedanken und Emotionen unterbrechen.
Aktivierung des Parasympathikus: Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, welches für die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion verantwortlich ist. Mentale Kurzpausen fördern hingegen die Aktivierung des Parasympathikus, des Teils des Nervensystems, der für Ruhe und Erholung zuständig ist. Durch Techniken wie tiefe Atmung, Meditation oder Visualisierung wird der Parasympathikus aktiviert, was zu einer Reduzierung der Herzfrequenz, einem Absinken des Blutdrucks und einer generellen Entspannungsreaktion führt.
Neuorientierung der Aufmerksamkeit: Stress entsteht oft durch anhaltende Fokussierung auf Probleme oder Stressoren. Mentale Kurzpausen ermöglichen es, die Aufmerksamkeit neu auszurichten – weg von stresserzeugenden Gedanken und hin zu beruhigenden, positiven oder neutralen Inhalten. Diese Neuorientierung kann einen sofortigen Effekt auf das Wohlbefinden haben und hilft, eine positivere Perspektive zu entwickeln.
Erhöhung der Resilienz: Regelmäßige mentale Kurzpausen stärken die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz). Durch das regelmäßige Praktizieren von Techniken zur Stressbewältigung werden innere Ressourcen wie Achtsamkeit, Gelassenheit und emotionale Ausgeglichenheit aufgebaut. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um langfristig besser mit Stress umgehen zu können.
Neuroplastizität: Die regelmäßige Anwendung von Entspannungstechniken und mentalen Übungen kann auch die Struktur und Funktion des Gehirns verändern. Studien zeigen, dass zum Beispiel Meditation und Achtsamkeitsübungen Bereiche des Gehirns stärken können, die mit Selbstregulierung, Aufmerksamkeit und Ruhe verbunden sind. Diese neuroplastischen Veränderungen unterstützen einen effektiveren Umgang mit Stress.
Das Zuhause des Drachenflüsterei-Newsletters:
https://www.praxispunctum.ch/kurse/drachenfluesterei/newsletter.html
Die Höhle des Drachenflüsterers:
https://www.drachenfluesterer.ch/
Interesse an den Impulsabenden mit Übung und Anleitung?
https://www.praxispunctum.ch/kurse/drachenfluesterei/
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